Ferrino und seine Geschichte

Outdoorhersteller seit 1870

Ferrino ist ein Hersteller von Zelten, Rucksäcken, Schlafsäcken und Zubehör für diejenigen, die sich gern in der Natur und im Freien aufhalten – seien es Entdecker mit legendärem Unterfangen oder Bergwanderer, Trekker und Reisende. In mehr als 130 Jahren haben wir – gemeinsam mit Wissenschaftlern und Forschern – an der Geburt des modernen Bergwanderns mitgewirkt, begleiteten verschiedenste Arten von Reisenden, erklommen Gipfel, die unerreichbar schienen, folgten endlosen Tunneln und trafen Männer und Frauen aller Nationen. Noch immer haben wir nur eine wahre Mission: in Forschung, Technologien und Innovation zu investieren, um Produkte zu fertigen, die Komfort, Sicherheit und Leistungsfähigkeit bieten. Und all dies mit größtem Respekt für die Natur.

 

1870

Die Unternehmensgeschichte von Ferrino begann mit Intuition. In seiner Lackiererei auf der Via Nizza 107 in Torino experimentierte Cesare Ferrino erfolgreich mit einem industriellen Verfahren zur Gewebeimgrägnierung. Seine Erfindung war revolutionär und bereits innerhalb weniger Jahre hatte sich die Firma dank der vielseitig einsetzbaren Imprägnierungstechnik einen Namen in ganz Italien gemacht.


 

1890

Ferrino war 1890 bereits richtungsweisend für Entdecker und Bersteiger, die im Zelt einen sicheren Unterschlupf suchen. Jedoch waren Sportler nicht die Einzigen, die die Weiterentwicklung von Materialien und wasserdichter Beschichtung mit großem Interesse verfolgten: Unter den neuen Auftraggebern befand sich auch FIAT. Der Legende nach soll sogar Senator Giovanni Agnelli gesichtet worden sein, wie er ein Ferrino-Geschäft mit einem Klappverdeck unter dem Arm verließ.



1910

Die Massenproduktion begann mit einem Zelt namens “Cervino”: dies waren Jahre der Erkundung unerforschter Gebiete und legendären Bergbesteigung. Jahre, in denen sich Ferrino als Teil einer Bewegung, die sich außergewöhnlichen Herausforderungen stellt, auf Forschung und Technologie konzentrierte.


 

1937

Der Bergsteiger und Forscher Alberto Maria De Agostini errichtete das legendäre „Neghelli“- Zelt in der Tierra del Fuego, der südlichsten Provinz Argentiniens.


 

1940

Die Alpinistik entstand und Ferrino hielt Schritt mit dieser Entwicklung: Unter den neuen Modellen ist das „Alpin“-Zelt, welches dank seiner externen Plane aus Triplex extremen Winden standhält.


 

 1960

Auf die schwierigen Jahre des 2. Weltkrieges und der Nachkriegszeit folgend entstand in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts eine neue Kulturbewegung, die sich dem Leben „on the road“ draußen an der frischen Luft und in der Natur hinwendete.


 

1973

Ferrino entwarft, Seite an Seite mit Pionieren und Wegbereitern, das isothermische Zelt „Afghan“, welches nur 7,4 kg wog. Darauf folgte die Entwicklung von „Trekking“, dem ersten kuppelförmige Zelt, das von Ferrino nach eingehenden Studien von geodätischen Kuppeln entworfen wurde.


 

1984

Ferrinos Forschung erregte die Aufmerksamkeit von professionellen Nutzern. Reinhold Messner selbst entwickelte den Prototyp eines Zeltes, welches er bei der Besteigung von Gasherbrum I und II im Jahr 1984 verwendete.


 

1994

Das Jahr 1994 bedeutete einen wahren Wendepunkt in der Geschichte von Ferrino, denn in diesem Jahr entstand das High Lab: ein „Outdoor“-Labor, welches sich auf einer Höhe von 3585 m befindet. Hier beim Quintino Sella Refuge beim Mount Rosa arbeiten Bergsteiger, Trekker und Ausflügler mit dem Team von Ferrino an der Entwicklung von perfekten neuen Hightech-Prototypen zusammen. Mit der Entstehung des High Lab eröffnete sich ein Projekt, welches über die Alpinistik hinaus an die Grenze der Erforschung des Extremen geht.


 

 

1997

Das “Ultima”-Zelt stellte eine wahre Überlebenszelle für Borge Ousland dar, der die Antarktis auf Skiern überquerte und dabei eine Strecke von 2854 km zurücklegte.


 

1998

Das “Ultima”-Zelt stand erneut im Mittelpunkt – diesmal im Aufbau leicht verändert – als es Carla Perrotti ermöglichte, 24 Tage als Nomade in der Chinesischen Wüste von Taklimakan zu leben.


 

2000

Das neue Jahrtausend markierte den Beginn der Zusammenarbeit von Ferrino mit dem Team von La Venta, welches sich auf eine fachübergreifende Forschung spezialisiert hat: von der Studie der Gletscher in Island, der Alpen, Patagonien und der Antarktis bis hin zur hydrologischen und höhlenkundlichen Erforschung der weit entlegensten Gebiete der Erde.


 

2002

Mike Horn durchquerte die Arktis im Alleingang: was für eine Herausforderung bei einer Strecke von 20000 km und einer Reisezeit von 20 Monaten bei Temperaturen zwischen -70°C und -15°C. Ferrino entwarf das „M.H.L. Evolution“-Zelt speziell für Mike: es vereinte modernste Technologie und Design, die im Mercedes Windtunnel getestet wurde.


 

2004

Als technischer Sponsor der “K2-50 years later”-Expedition war Ferrino auch an der Besteigung des K2 beteiligt. Dies war die Nachstellung des großen Abenteuers von Ardito Desio und seinen Männern vom Jahre 1954. Es war am 31. Juli um 4.30 Uhr als Silvio Mondinelli ausrief: „Wir sind oben!“


 

2006

Sich schon immer für das Wohl des Planeten Erde engagierend, unterstützt Ferrino seit 2006 auch das Konzept des „Responsible Tourism“ durch das T.RES Projekt, welches sich, basierend auf das Bewusstsein für Umwelt und Menschen, für eine neue ethische und ökonomische Art und Weise des Reisens einsetzt.


 2006

Ferrino arbeitete auch eng mit dem La Venta Team an seinem höhlenkundlichen Naica-Projekt zusammen: einem 3-jährigen Forschungsprogramm in den Cueva de los Cristales in Mexiko, der sogenannten Höhle der Kristalle. Die Höhle, in der sich gigantische Gipskristalle befinden, zeichnet sich sowohl durch extreme Temperaturen (ca, 45-48°C) als auch Feuchtigkeit aus (ca. 100%). Ferrinos technischer Support spielte beim Erfolg der Expedition eine entscheidende Rolle. Durch technologische Experimente gelang es Ferrino Tolomea herzustellen: einen hochtechnischer Anzug, der es ermöglichte, sich in den Extrembedingungen der Höhle für 80 Minuten aufzuhalten – ohne diesen Schutz könnte ein Mensch in der Höhle nur wenige Momente überleben.


 

2007

Ferrino wurde 2007 Mitglied des AITR (Associazione Italiana Turismo Responsabile), des weltgrößten Netzwerkes für sanften Tourismus, als auch der EOG (European Outdoor Group). Die EOG vereint Mitglieder aus der europäischen Outdoor-Industrie, die sich durch das „Association for Conservation“-Projekt für den Schutz der unberührten Natur einsetzen.

Das High Lab Pro Team von Ferrino wurde gleichfalls 2007 gegründet: ein echtes Labor, wo Materialien unter realen Bedingungen getestet werden können – profitierend von den Ideen und Erfahrungen von einem ganzen Team von Berg- und Outdoorspezialisten. Teil dieses Teams sind auch Bergführer, Ausbilder sowie Mitglieder der Bergrettung, also alles Menschen, denen das Leben in den Bergen vertraut ist.


 

2008

Die San Mauro Torinese Fabrikationsstätte wurde mit 396 photovoltaischen Modulen ausgestattet, um die Energieversorgung zu sichern.

 


Die Eigenschaften des photovoltaischen Systems:

  • Leistung 67.32 kWp
  • 396 photovoltaische Module
  • geschätzte Jahresproduktion: 80,584 kWh
  • vermiedener CO2 Ausstoss: ca. 56,350 kg/Jahr
  • eingesparter Heizölverbrauch: ca. 20,150 kg/Jahr

Im Januar kaufte Ferrino die Marke Baldas – ein Name, der seit mehr als 30 Jahren als Synonym für hochwertige Schneeschuhe steht. Die Formherstellung und Produktion findet in Italien statt. Die Auswahl an Modellen besticht durch höchste Qualität und passt sich an die Ansprüche des Trägers an.


2009

Von Tolomea, der High Lab Linie
Ferrino hat die einzigartige Erfahrung aus der gigantischen Kristallhöhle auf das Beste aus dem Hause Ferrino übertragen und nach 139 Jahren Erfahrung in der Herstellung von Gegenständen für den Bergsport, kam 2009 die erste Hightech-Bekleidungskollektion für Männer und Frauen auf den Markt.

 

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